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Cond
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Cond ist der älteste der vier Stadtteile der Kreisstadt Cochem im rheinland-pfälzischen Landkreis Cochem-Zell.
Contents
⢠Politik
⢠Wappen
⢠Geschichte
⢠Jungsteinzeit
⢠Franken
⢠Erbfolgekrieg
⢠Bauwerke
⢠Nordbrßcke
⢠Geographisches
⢠Bäche
⢠Geologie
⢠Besiedelung
⢠Schulwesen
⢠Vereinsleben
⢠Unglßcksfälle
⢠Brixiadenstube
⢠Bßrgermeister
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Politik
Wappen
Geschichte
Jungsteinzeit
Der rechts von Cochem im Cochemer Krampen gelegene Stadtteil Cond wurde bereits frßh von Menschen besiedelt. Hierauf deutet der Fund eines Steinbeils aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. (späte Jungsteinzeit/frßhe Bronzezeit).
Kelten und RĂśmer
Um 50 vor Christus kamen die RĂśmer bei der Eroberung Galliens auch in den Moselraum. Die eisenzeitliche BevĂślkerung der Kelten (Gallier) vom Stamm der Treverer vermischte sich mit der rĂśmischen BevĂślkerung, wodurch sich eine gallorĂśmische Mischkultur bildete. Die lateinische Sprache der RĂśmer, die auch den fĂźr viele Moselorte wie Cond prägenden Weinbau mitgebracht hatten, verband sich mit der keltischen, und so entwickelte sich die Moselromanische Sprache. Die Moselaner nannte man zu dieser Zeit Galloromanen (Moselromanen). Condedunum, der alte Ortsname fĂźr Cond, wurde im Jahre 857 erstmals urkundlich erwähnt. Keltische Ortsnamen endeten häufig auf -dunum (âbefestigter Ortâ). Den Begriff Ăźbernahmen die RĂśmer von den Kelten. Als Nachweise der rĂśmischen Besiedelung in Cond gelten die im alten Dorfkern aufgefundenen Dachziegel sowie der Fund einer Villa rustica in der Conder Mark.
Franken
Im 5. Jahrhundert nach Christus, die RĂśmer hatten sich bereits zurĂźckgezogen, kamen die Franken (Germanen) auf ihren erfolgreichen EroberungszĂźgen an die Mosel. Ihre frĂźhe Anwesenheit in Cond ist durch zwei fränkische Grablegen nachgewiesen. Sie Ăźbernahmen nicht nur den Weinbau der einheimischen BevĂślkerung, sondern auch deren Christentum rĂśmischer Prägung, und die beiden Sprachen verbanden sich schlieĂlich zum heute noch gesprochenen Moselfränkischen. Der Ritter Willefried und sein Neffe Leodin, die dem fränkischen Adel entstammten, sind die ersten mit Namen bekannten Conder, die 857 ihre Kirche der Abtei Stablo verschenkten. Erst am 24. Juni 1130 sind wieder Conder mit Namen während der NeugrĂźndung des Klosters Ebernach belegt. Als Zeugen werden ein Heinrich und ein Engelbert genannt (Henricus et Ingelbertus de Kondena).
FĂźr die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts finden sich auf einem Wappen der Cochemer Burgmannen im Verzeichnis des Trierer KurfĂźrsten die Worte pueri de konde, was Ăźbersetzt Junge, Knabe oder auch Diener heiĂt. Im Jahr 1331 ist weiterhin ein aus Cond stammender Gerhard armiger belegt; Ăźbersetzt aus dem Lateinischen bedeutet es, âbewaffnetâ oder âBewaffneterâ. Ob er auch als Burgmann tätig war, ist nicht gesichert.
DreiĂig- und Achtzigjähriger Krieg
Ab 1563 veranlasste die Kurtrierische Verwaltung fĂźr den Amtsbezirk Cochem die ersten Volkszählungen in Cond, dabei war die Anzahl der Herdstellen zu ermitteln, die mit dem Faktor fĂźnf multipliziert wurde, um auf die in Cond lebenden Personen zu schlieĂen. 1563 wurden 350 Personen gezählt, 1623 waren es 280 Personen und bei der letzten Zählung 1654 noch 125 Personen. Der erste RĂźckgang wird auf den Achtzigjährigen Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden (1568â1648) zurĂźckgefĂźhrt, da die Truppen dieser beiden Länder angst- und schreckenverbreitend durch das Moseltal und die Eifel gezogen waren. Ein weiterer starker RĂźckgang wird auf die Auswirkungen des DreiĂigjährigen Krieges (1618â1648) zurĂźckgefĂźhrt, wovon besonders die ärmeren Einwohner betroffen waren.
Erbfolgekrieg
Im Oktober 1688 suchten franzĂśsische Truppen im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges (1688â1697) Cochem heim, um Stadt und Burg einzunehmen. Im Mai 1689 sprengten die Soldaten Ludwig XIV. die Burg, konnten allerdings noch einmal fĂźr kurze Zeit aus der Stadt vertrieben werden. Am 26. August 1689 kamen die franzĂśsischen Soldaten zurĂźck, plĂźnderten die Stadt zĂźndeten die Häuser der Bewohner an und massakrierten Männer, Frauen und auch Kinder. Der Stadtschreiber Johann Anton Schwang berichtete: âDie ganze Stadt wurde schlieĂlich ausgeraubt und geplĂźndert und vollständig wie Sodom und Gomorra nidergebrannt... und das noch am Feste Maria Geburt am 8. September die PlĂźnderer nach Condt gekommen wären um Ăźbriges Gut und die Glocke der Siedlung mitzunehmen... Mit den Booten der Condter machten sie sich davon, um so noch grĂśĂeren Schaden anzurichtenâ. Die Folgen waren ein weiterer RĂźckgang in der BevĂślkerung, der erst Jahre später durch Zuzug neuer Familien nach Cond wieder ausgeglichen werden konnte. 1720 lebten in Cond 165, 1778 230 und 1808 zählte man wieder 257 Einwohner.
Franzosenzeit (1794â1814)
Ab 1789 zogen viele Aristokraten in Folge der FranzĂśsischen Revolution Ăźber die Grenze in das benachbarte deutsche KurfĂźrstentum Trier. Schätzungsweise 5000 der adligen Emigranten zog es allein nach Koblenz. 1791 nahm man die Familie des KĂśnigs Ludwig XVI. auf der Flucht nach Varennes gefangen und brachte sie zurĂźck nach Paris. Ăsterreich und PreuĂen sahen sich zum Handeln gezwungen, was die Pariser Volksmassen so sehr erzĂźrnte â aufgeheizt durch Stimmungsmache der radikalisierten Jakobiner â dass Frankreich zunächst Ăsterreich und kurze Zeit später auch PreuĂen den Krieg erklärte. Im selben Jahr rĂźckten preuĂische Koalitionstruppen (der Mosel entlang) und Ăsterreicher (Ăźber die Ăsterreichischen Niederlande) nach Frankreich ein, mussten sich jedoch nach der Kanonade von Valmy zurĂźckziehen. Nach den Hinrichtungen von KĂśnigin Marie-Antoinette und KĂśnig Ludwig XVI. (beide 1793) sowie Robespierres im Jahre 1794 formierten sich die franz. Revolutionstruppen und marschierten schlieĂlich am 9. August 1794 in Trier ein. Am 17. Oktober erreichten sie Cochem, am 23. Oktober Koblenz, die Mosel wurde franzĂśsisch, und es begann die 20 Jahre andauernde Franzosenzeit von 1794 bis 1814. Nachdem auch Ăsterreich im Jahre 1797 durch franzĂśsische Streitkräfte in Italien besiegt worden war, musste es im Friedensvertrag von Campo Formio der Annexion des linken Rheinufers durch Frankreich zustimmen.
Zunächst dachte Frankreich Ăźber die Bildung einer Schwesterrepublik am linken Rheinufer nach, die Cisrhenanische Republik (die diesseits des Rheines gelegene Republik) sollte als Pufferstaat zwischen Frankreich und PreuĂen dienen. Jedoch konnten sich im Laufe des Jahres die BefĂźrworter einer Annexion des besetzten Gebietes durchsetzen, und daher wurden 1798 die linksrheinischen Gebiete â ebenso wie in Frankreich â in DĂŠpartements eingeteilt. Zum neu gegrĂźndeten DĂŠpartement de Rhin-et-Moselle (deutsch: Rhein-Mosel-Departement) gehĂśrten von nun an die Osteifel, die Untermosel, ein Teil des Mittelrheins von BingerbrĂźck bis Bonn sowie der Ăśstliche HunsrĂźck. Hauptstadt und Sitz der Präfektur des DĂŠpartements war Koblenz.
Die Verwaltungseinheiten fĂźr Cond gliederten sich ab 1804 wie folgt:
⢠DÊpartement de Rhin-et-Moselle (Rhein-Mosel-Departement)
⢠Arrondissement de Coblence (Arrondissement Koblenz)
⢠Mairie Cochem (Bßrgermeisterei Cochem ab 1803, bis dahin Mairie Treis)
⢠Commune de Cond (Gemeinde Cond)
⢠Die Einwohner von Cond waren franzÜsische Staatsbßrger (Citoyens).
⢠Geltende franz. Gesetzesbßcher:
⢠Code civil (Bßrgerliches Recht)
⢠Code de Commerce (Handelsrecht)
⢠Code pÊnal (Strafrecht)
Die BĂźrger hatten Steuern zu zahlen, fĂźr die Männer galt die Wehrpflicht (LevĂŠe en masse, man konnte allerdings Ersatz schicken, wenn man jemanden gegen Geld fand). Man fĂźhrte die standesamtliche EheschlieĂung ein, mittels Tauf- und Sterberegister wurden Geburten und Todesfälle dokumentiert, und die Schulaufsicht Ăźbertrug man dem Staat. Viele frĂźhere Beamte des KurfĂźrsten fanden nun Arbeit bei der franzĂśsischen Verwaltung, aber nur nachdem sie vorher den Eid auf die Verfassung der Republik geschworen hatten. Jedoch traute man ihnen wohl nicht auf allen Ebenen, sowohl der FinanzprĂźfer Lebon als auch der Gerichtsvollzieher und Gemeindeeinnehmer Despleix wurden auf Weisung Frankreichs nach Cochem geschickt. Dass Conder auch âbei der Fahneâ gedient hatten, belegt die Auszeichnung, die Johannes Hieronimi aus Cond (1784â1861) fĂźr seine Verdienste (er wurde 1809 bei Kämpfen in Saragossa am Arm verletzt) noch nach Jahren erhielt. Noch Ăźber 50 Jahre später verlieh ihm Napoleon III. die Sankt Helena-Medaille fĂźr seine Verdienste unter Napoleon I.
Nach einem Konsularbeschluss durch Kaiser Napoleon I. wurden im Jahre 1802 während der Säkularisation alle kirchlichen Orden aufgelÜst, auch das Trierer Erzbistum; deren VermÜgen zog man ein und versteigerte es in den Folgejahren. Allerdings war es so, dass diejenigen, die vorher schon gut finanziell dastanden, es auch dieses Mal wieder taten. Frankreich brachte zwar den Freiheitsgedanken, aber der ärmeren BevÜlkerung nicht die Chancengleichheit, Kapitalismus und Verdrängung statt sozialer Aufstieg. Die Pfarrei Cond gehÜrte von da an zum Bistum Aachen, blieb es aber nur kurz, denn schon 1821 sollte sie zum Bistum Trier zurßckkehren.
Wurde frĂźher nur Moselfränkisch gesprochen, sickerte nun auch so langsam die franzĂśsische Sprache in den Sprachschatz der âMoselanerâ: Begriffe wie Gendarm, Trottoir (BĂźrgersteig) oder Portemonnaie (Geldbeutel) sind den meisten auch heute noch bekannt. Beispiele fĂźr Vermischungen franz. Worte mit Moselfränkischem Dialekt sind Begriffe wie, Pont (von pont volant, wĂśrtlich: fliegende BrĂźcke (fĂźr Wagenfähre)), aus der Lameng (aus dem Handgelenk), die Poart (la porte, die TĂźr), sich eschoffeere (sâĂŠchauffer, sich aufregen) oder disbedeere (disputer, diskutieren).
1812 verlor Napoleon seinen Russlandfeldzug, PreuĂen und Ăsterreicher schlossen sich den Russen an und siegten so während der VĂślkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813. Die Franzosen drängte man rasch zurĂźck Ăźber den Rhein, und so konnten die PreuĂen bereits im FrĂźhjahr 1814 wieder in Cochem einmarschieren. Die erfolgreichen Siegermächte teilten sich die Mosel auf, alles Linksseitige kam unter preuĂische Zivilverwaltung, und alles rechts der Mosel wurde von Ăsterreichern und Bayern kontrolliert. Der Begriff Estreijer (fĂźr die Conder Ăsterreicher) stammt aus dieser Zeit und kann wohl als lokale Neckerei verstanden werden. Cond schlug man damals dem Amt Treis zu. Nach dem Ende des Wiener Kongresses im Jahre 1815 wurde das Rheinland als Rheinprovinz dem KĂśnigreich PreuĂen zugeschlagen.
Deutscher Bund (1815â1866)
Um dem neuen Frieden in Europa eine Ordnung zu geben, rief man auf dem Wiener Kongress den Deutschen Bund ins Leben. Dieser Staatenbund bestand aus souveränen FĂźrsten und freien Städten Deutschlands, einschlieĂlich des Kaisers von Ăsterreich, sowie der KĂśnige von PreuĂen, Dänemark und der Niederlande. Die vormalig kurtrierischen Gebiete gehĂśrten nun grĂśĂtenteils zu PreuĂen. 1822 gliederte man die Mosel, die Eifel und den grĂśĂten Teil des HunsrĂźcks in die neu geschaffene Rheinprovinz ein, und Koblenz wurde Sitz des Oberpräsidenten und der Provinzialregierung.
Die von Frankreich durchgefßhrte Kirchenenteignung belieà man, ebenso wie die neue Rechtsordnung, das Zivil- und Handelsrecht, der Code civil wurde Basis fßr das Bßrgerliche Gesetzbuch. Die alten Verwaltungsebenen verschwanden, der Kreis wurde neues Zentrum der Verwaltung, seinen Vorsitz ßbernahm der Landrat als Vertreter der Staatsgewalt. Cond wurde zunächst der Bßrgermeisterei Treis zugeschlagen, 1860 kam es dann zu Cochem-Land, um dort bis zur Eingemeindung mit Cochem im Jahre 1932 zu bleiben.
War der deutsche Wirtschaftsraum zu Beginn des Deutschen Bundes noch stark zersplittert, PreuĂen war noch kein zusammenhängendes Staatsgebiet, die wirtschaftlichen Verhältnisse noch uneinheitlich, so sollte durch GrĂźndung des Deutschen Zollvereins die Grundlage fĂźr einen wirtschaftlichen Binnenmarkt geschaffen werden. Bis dahin gab es in Deutschland 38 Zoll- und Mautlinien sowie ca. 1800 Zollgrenzen, der Zollvereinigungsvertrag trat am 1. Januar 1834 in Kraft und hob diese wirtschaftlichen Barrieren auf.
Dieser Umstand, und die mehrere Jahrzehnte anhaltende Friedensphase bewirkten einem wirtschaftlichen Aufschwung in der Moselgegend. FĂźr die Einwohner von Cond die traditionell immer schon Acker- und Weinbau betrieben, bedeutete dies einen moderaten Wohlstand. Landwirtschaftliche Erträge dienten der Selbstversorgung oder um Steuern zu begleichen, die Gewinne aus dem Weinbau hingegen nutzte man fĂźr die notwendigen Gerätschaften oder um RĂźcklagen zu bilden. Missernten oder geringe Qualität des Weines bereiteten den Winzern mitunter groĂe Schwierigkeiten. Witterungsbedingte Ernteausfälle in den Jahren 1846/1847 (vorausgegangen war schon die seit 1844 grassierende Kartoffelfäule) fĂźhrten zu einer dramatischen Verschlechterung der Ernährungssituation bei der BevĂślkerung. Der resultierende Ărger der Menschen entlud sich schon bald in Protestaktionen wie dem Berliner Kartoffelaufstand und wurde so zum Wegbereiter fĂźr die Deutsche Revolution 1848/1849. In Cochem lieĂ BĂźrgermeister Joseph Franz Keiffenheim 1846 eine Ăśffentliche SuppenkĂźche einrichten, um die grĂśĂte Not zu lindern, viele machten sich als Auswanderer auf den Weg nach Amerika. Unter den ersten Condern, die gingen, waren die Familie Peter Graefen (1844), Johann Peter KĂślsch (1846), Agnes Bootz (1847) und Carl Joseph Friedrichs der 1850 folgte. Bekannt ist, dass nicht alle dort geblieben sind, manche trieb die Verbundenheit zur Heimat oder das Heimweh noch nach Jahren wieder zurĂźck an die Mosel.
Der ebenfalls in Cond geborene Louis Alois Goebel (1831â1907) blieb in Amerika, ging Ăźber New York nach Marietta (Ohio), wo er Leiter einer Stuhlfabrikation wurde. Dort heiratete er Maria Schilling (1838â1894), eine Tochter preuĂischer Einwanderer, und bekam 11 Kinder mit ihr. 1865 verlieĂ Louis (den Namen hatte er sich bei der Einreise gegeben) die erste Firma und grĂźndete zusammen mit dem aus Rennerod stammenden Martin Schmidt eine MĂśbelhandlung namens No.206, Front Street, welche bald zur ersten Adresse fĂźr âerlesene MĂśbelâ wurde. Im zu Ehren heiĂt der Platz an der Stelle seines frĂźheren Wohnhauses noch heute Goebel Place. Aufzeichnungen der damaligen BĂźrgermeisterei Treis zeigen, dass zwischen 1845 und 1854 insgesamt 48 Einwohner Conds eine Bewilligung zur Ausreise erhielten. Bei den 445 Einwohnern im Jahre 1840 entspricht dies einer Auswandererqoute von fast 11 %, gegenĂźber 4 % im Durchschnitt der restlichen Rheinprovinz.
Norddeutscher Bund (1866â1871)
Nachdem PreuĂen und seine VerbĂźndeten 1866 im Deutschen Krieg gegen Ăsterreich als die fĂźhrende Nation des Deutschen Bundes gesiegt hatten, wurde dieser als Folge aufgelĂśst. Nachfolger (im nichtrechtlichen Sinne) wurde der Norddeutsche Bund (1866â1871). Sein Gebiet umfasste alle preuĂisch kontrollierten deutschen Staaten nĂśrdlich der Mainlinie, einschlieĂlich der von PreuĂen im selben Jahr annektierten Gebiete (Hannover, Kurhessen (Hessen-Kassel), Nassau und Frankfurt am Main). Einziger Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes war der preuĂische Ministerpräsident Otto von Bismarck. Bei den FeldzĂźgen in Ăsterreich im Juni/Juli 1866 war u. a. das 6. Rheinische Infanterie-Regiment Nr. 68 der preuĂischen Armee aus Koblenz beteiligt.
In Cochem erwarb der Berliner Kaufmann und spätere Geheime Kommerzienrat Louis RavenĂŠ am 26. September 1868 die Ruine der Reichsburg Cochem fĂźr 300 Goldmark, um sie wieder aufbauen zu lassen. Ebenfalls 1868 stellte der Gemeinderat von Cond Ăberlegungen an, den seit 1847 existierenden FuĂweg zur Brauselay zu verbreitern und als Moselweg bis Valwig auszubauen, die Finanzierung hierzu gestaltete sich jedoch schwieriger als angenommen. 1869 wurde von freiwilligen Gemeindemitgliedern der bestehende Weg Ăźber den Conder Berg entlang des Schuweracker Hofs nach Valwig in einer Breite von 14 FuĂ ausgefĂźhrt. Am 1. Januar 1870 beschloss man die Einrichtung eines Fährbetriebes zwischen Cochem und Cond. Unter den Gefallenen aus dem Deutsch-FranzĂśsischen Krieg (1870/71) befinden sich neun Cochemer, ein Sehler und der Soldat Joseph Zenz aus Cond. Der Musketier Peter VĂślker aus Cond nahm bei der Schlacht an der Hallue (23.â24. Dezember 1870) teil und wurde durch einen Gewehrschuss am Bein schwer getroffen, Philipp VĂślker, ebenfalls aus Cond, nahm an der Schlacht bei Gravelotte(18. August 1870) teil und erlitt einen Gewehrschuss in den Oberschenkel.
Deutsches Kaiserreich (1871â1918)
In Cochem begannen im Juli 1874 die Bauarbeiten an dem mit 4205 m längsten zweigleisigen Tunnel aller preuĂischen Staatsbahnen, dem Kaiser-Wilhelm-Tunnel. Cond jedoch bleibt weiterhin die verkehrstechnische Anbindung betreffend isoliert hinter Cochem zurĂźck. Um diese Not zu lindern, wurde 1873 ein weiterer Beschluss zum Bau eines Moselweges von Cond nach Bruttig gefasst, der allerdings wieder bei der Umsetzung scheiterte, âda der bestehende FuĂweg ja breit genug wäre, um ihn zu passierenâ. 1889 hatte man die Idee, einen durchgängigen Weg von Valwig nach Cond zu bauen, wenn gleichzeitig ein Weg von Beilstein nach Valwig gebaut wĂźrde, um eine Durchgängigkeit auf der rechten Moselseite bis Cond zu erreichen. Fertiggestellt wurde der Weg im Jahre 1893, nachdem man die Auftragsarbeiten an den Cochemer Kaufmann Andreas Fellenz Ăźbertragen hatte.
1904 empfahl der Landrat eine fßr ganz Cond funktionierende Wasserversorgung, der Beschluss wurde 1905 gefasst, und man begann mit den notwendigen Arbeiten. Jedoch fand man erst 1909 geeignete Quellen, die sich zu alledem auch noch auf Privatgrund befanden. Der erforderliche Hochbehälter wurde 1911 in Obercond fertiggestellt. Die Nutzung der neuen Wasserversorgung war freiwillig, der Bezug kostete 25 Pfg/m³. Die Versorgung mit elektrischem Strom in Cond wurde bereits 1910 nach Auftragsvergabe an die Baierischen E-Werke in Trier hergestellt.
1914 brach der Erste Weltkrieg aus, das Kaiserreich wurde auf Kriegswirtschaft umgestellt, und Cond musste â ebenso wie andere Gemeinden â seiner âVersorgungsverpflichtungâ fĂźr die kämpfenden Truppen nachkommen. Selbst Kinder wurden 1915 an der Heimatfront unter Befreiung vom Schuldienst zum Bestellen der FrĂźhjahrsfelder herangezogen. Allein im Juni 1916 musste Cond 200 Zentner Kartoffeln abliefern, und ab September desselben Jahres mussten Kinder auf ministerialen Beschluss hin Bucheckern fĂźr die Ălgewinnung sammeln. Bei einer BevĂślkerung von 630 Einwohnern wurden 129 Männer zum Dienst eingezogen, 22 von ihnen kamen nicht mehr lebend zurĂźck.cite-ref-2[2] Im Januar 1918 wurde die ohnehin schon schwierige Situation durch ein Moselhochwasser weiter verschlimmert, die an den Moselufern gelegenen Gärten wurden dabei Ăźberflutet.
Weimarer Republik (1918â1933)
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden in Cochem vom Dezember 1918 bis September 1919 amerikanische Truppen stationiert, das Verhältnis der BevÜlkerung zu ihnen wurde als gut bezeichnet. Weihnachten 1919 ereignete sich ein weiteres Moselhochwasser, das im Januar 1920 mit 10,12 Metern Pegelstand (dem dritthÜchsten je gemessenen) noch ßbertroffen wurde. 1921 folgte ein Jahr der Dßrre, die Schifffahrt kam zum Erliegen, und die Ernten fielen sehr gering aus.
Ab 1924 wurde im Gemeinderat ßber den Bau einer Moselbrßcke nachgedacht, was allerdings langjährige Planungsaufgaben nach sich zog.
Der âGemeinnĂźtzige Bauverein e. V.â wurde 1926 gegrĂźndet, in Obercond wurden Wohnhäuser in der KapellenstraĂe gebaut, die âSiedlungâ, auch teilweise âEisenbahnersiedlungâ genannt (dort wohnten viele Reichsbahnbedienstete) entstand. Am 23. Januar 1927 wurde die neue MoselbrĂźcke eingeweiht, die Cochem und Cond verkehrstechnisch verbindet. Die letzte Fähre, die âalte Pontâ genannt, stellte bereits in der Woche zuvor ihren Dienst ein. Da sich aber nicht alle von der Fähre trennen wollten, erlaubte man dem Sehler Fährmann âMattesâ Matthias Bremm den Pachtbetrieb eines Fährnachens während der Sommerzeit, den er bis 1937 aufrechterhielt. Er rettete insgesamt 15 Menschen vor dem Ertrinken, wofĂźr man ihm eine Verdienstmedaille verlieh. Bedingt durch die neue Anbindung nach Cond begann man 1928 mit dem Bau der Weinbauschule an der BergstraĂe. 1929 folgte der Neubau des Finanzamts an der UferstraĂe.
Durch Ministerialbeschluss vom 13. Juli 1932 wurde die Eingliederung der Gemeinden Cond und Sehl in die Stadt Cochem zum 1. Oktober 1932 verfĂźgt.
Deutsches Reich (1933â1945)
Am 30. Januar 1933 gelangten die Nationalsozialisten mit ihrer Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) an die Macht. Mittels GleichschaltungsmaĂnahmen-(Gesetze) wurden Minister, Abgeordnete und Staatsbeamte ausgeschaltet, Land- und Kreistage sowie Gemeinderäte wurden aufgelĂśst, die fĂśderalen Strukturen aufgehoben, und aus der Weimarer Republik wurde eine Diktatur. Die nun freigewordenen Posten wurden in allen Verwaltungsebenen durch nachrĂźckende NSDAP-Mitglieder besetzt. Von diesen MaĂnahmen war wenige Wochen später auch der Oberpräsident der preuĂischen Rheinprovinz Johannes Fuchs betroffen. Seinen unfreiwilligen Ruhestand verbrachte er zusammen mit seiner Frau Hedwig in Cond in der Valwiger StraĂe 39.
In Vorbereitung auf die neue Ideologie der Nationalsozialisten versuchte man in Cond schon frßh, Schulkindern die neue Denkweise näherzubringen. Bei politischen Ereignissen hÜrte man gemeinsam Rundfunk, während der Sonnenwendfeier hielt man Sportfeste ab, und des Geburtstages des Fßhrers wurde während eines Wandertages gedacht. Im Kreis Kochemcite-ref-3[3] wurden in dieser Zeit alle Lehrer auf den Fßhrer vereidigt und die Kreuze in den Schulen mussten abgehängt werden.
Ab September 1935 durften bei kirchlichen Ereignissen wie der Fronleichnamsprozession gemäà Reichsflaggengesetz keine Kirchenfahnen mehr aufgehängt werden, woran sich aber nicht alle hielten. Die AuĂenstelle des Sicherheitsdienstes der SS in Cochem unterstellte den Teilnehmern solcher Prozessionen eine positive Haltung zum Glauben, aber eine negative gegenĂźber Staat und Partei, weswegen die Teilnahme unerwĂźnscht gewesen sei. 1937 begann man mit der Errichtung des âMoselstadionsâ am alten Conder Markweg (heute StadionstraĂe). Ab 1938 wurden kirchliche Vereine, wie der âKindheit-Jesu-Vereinâ, der âMarienvereinâ oder der MĂźtterverein, verboten.
Als der alte Pastor Bischof 1938 starb, kam mit Pastor Ziegler im selben Jahr ein Kirchenmann in die Gemeinde, der den Nationalsozialisten nicht genehm war. War er noch zuvor aus der Pfarrei Langsur ausgewiesen worden â er fand wohl allzu deutliche Worte gegen den Nationalsozialismus â so musste er bereits 1939 zweimal bei der Geheimen Staatspolizei(GeStaPo) in Koblenz vorstellig werden. 1941 wurde er verhaftet und in das KZ Dachau gebracht, wo er 1944 als Folge der Lagerhaft starb.
Am 1. September 1939, am Tag der Conder Kirmes, brach der Zweite Weltkrieg aus. Den ersten toten Soldaten Hans Michels beklagte man im Mai 1940. Bis Kriegsende fielen noch weitere 48 Gemeindemitglieder und fast jede Familie hatte mindestens einen Toten zu beklagen.cite-ref-4[4] Meist kam der Ortsgruppenleiter, um die Todesnachricht zu ßbermitteln. Im Zeitraum Mai 1940 bis März 1945 wurden bei insgesamt 17 Bombenangriffen auf Cochem und den Stadtteil Sehl 107 Zivilisten getÜtet. Cond wurde weitestgehend verschont, das Hauptziel der Alliierten war der fßr die Nachschubverbindung wichtige Kaiser-Wilhelm-Tunnel auf Cochemer Seite.
Im März 1944 wurde das âAuĂenlager Cochemâ (KZ Bruttig-Treis) erĂśffnet, um im nahe gelegenen âTreiser Tunnelâ (einem ungenutzten Reichsbahntunnel), eine RĂźstungsfabrik unter dem Decknamen âZeisigâ zu betreiben. FĂźr die Produktion von ZĂźndkerzen und anderem LuftfahrtzubehĂśr wurden âSchutzhäftlingeâ angefordert. Die Häftlinge (insgesamt 2000) kamen zunächst aus dem KZ Natzweiler-Struthof, später auch aus anderen KZs. Vom Cochemer Bahnhof aus mussten sie sich zu FuĂ auf den Weg machen, es ging Ăźber die MoselbrĂźcke, durch Cond und weiter bis nach Bruttig. Eine Augenzeugin berichtete von âendlosen Kolonnenâ, die sich unter bedächtiger Anteilnahme der BevĂślkerung auf den FuĂmarsch durch die Stadt machten. Bei Strafe war es den Häftlingen verboten, Geschenke wie Brot oder Obst anzunehmen; wer sich dennoch bĂźckte, wurde mit Stockschlägen bestraft.
Bei einem der vielen Luftangriffe wurde die neue MoselbrĂźcke am 24. Dezember 1944 zerstĂśrt. In Obercond explodierte am 5. Januar 1945 eine Luftmine und zerstĂśrte neben einer Wasserleitung auch die Vierzehnothelfer-Kapelle. Am 10. März 1945 um 14:00 Uhr marschierten die Amerikaner Ăźber die EndertstraĂe widerstandslos in Cochem ein, hatten es aber zwischen dem 11. und 15. März noch mit Widerstandskämpfern der Wehrmacht auf der Seite Conds zu tun. Die vielen ScharmĂźtzel setzten der ZivilbevĂślkerung sehr zu; durch Verhängen der von Cochem aus einsehbaren StraĂen mit Bettlaken und Aufeinanderstappeln von Weinfässern versuchte man, sich vor Beschuss durch die Amerikaner zu schĂźtzen. Zeitzeugen wie der Conder Winfried Sebastiany berichteten, dass deutsche Soldaten von Cond aus ein Fahrzeug des roten Kreuzes in Cochem beschossen hätten und daraufhin noch fĂźnf Wohngebäude in Cond durch Beschuss und Brand zerstĂśrt wurden. Ăberliefert ist auch die Stellungnahme der Amerikaner, âdass wenn sich die Wehrmacht nicht aus Cond zurĂźckzĂśge, man ganz Cond in Schutt und Asche legen wĂźrdeâ. Die letzten Deutschen unter FĂźhrung von Leutnant Christian Amende wurden mittlerweile auch von Conder BĂźrgern aufgefordert, sich davonzumachen, worauf sich diese abends in der Dunkelheit zurĂźckzogen und die Amerikaner am 17. März 1945 Cond einnehmen konnten. Opfer unter den Zivilisten waren der Oberamtsinspektor August Schmidt (wurde im Wingertsweg auf dem Weg zu seiner Tochter erschossen), der KĂźster Karl Heimes (er wurde in der HieronimistraĂe getroffen) und Maria Daum in der Fährgasse, die schutzsuchend hinter einer KellertĂźr von einem Granatensplitter getroffen wurde.
FranzĂśsische Besatzungszeit (1945â1949)
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Ăźbernahmen die vier Siegermächte am 5. Juni 1945 die Regierungsgewalt Ăźber Gesamtdeutschland. Das Gebiet der preuĂischen Rheinprovinz wurde in einen nĂśrdlichen Teil, der Britische, und einen sĂźdlichen Teil, der FranzĂśsischen Besatzungszone wurde, aufgeteilt. Die frĂźheren Regierungsbezirke Koblenz, Trier und Montabaur wurden provisorisch dem Oberpräsidium Rheinland-Hessen-Nassau zugeschlagen.
Durch Verordnung Nr. 57 der franz. Militärregierung wurde das Land Rheinland-Pfalz am 30. August 1946 gegrßndet.cite-ref-5[5] Wenige Tage später wurde Claude Hettier de Boislambert wegen seiner guten Deutschkenntnisse erster Landesgouverneur und Landeskommissar von Rheinland-Pfalz; erster Ministerpräsident des neu geschaffenen Landes wurde Wilhelm Boden. In Cochem ging man die Planungen fßr den Neubau der zerstÜrten Moselbrßcke rasch an, da die ZivilbevÜlkerung nur mit Hilfe einer provisorischen Pontonfähre ßbersetzen konnte. Ihr eifrigster Befßrworter war der franzÜsische Kreisdelegierte Cambournac. Im Juni 1945 ßbertrug man dem aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft zurßckgekehrten Lehrer Goedert die Aufgabe des Schulleiters in Cochem. 1947 kehrte auch Konrektor Biesel wieder zurßck an die Schule in Cond, um die beiden oberen Klassen zu unterrichten. Mit Lehrer Otto Przyklenk kam 1950 ein allseits beliebter Erzieher nach Cond, der vier Jahre später bei einem Verkehrsunfall starb.
Bundesrepublik Deutschland (seit 1949)
Am 28. September 1949 wurde unter reger Beteiligung der Ăffentlichkeit die neue âFriedensbrĂźckeâ in Cochem eingeweiht. Einer der Festredner war der amtierende Cochemer BĂźrgermeister Jacob Rudolf Pauly, die Segnung nahm Dechant Johannes Nicknig vor mit den Worten: âDie Gnade Gottes mĂśge allen zuteil werden, die zum Bau der FriedensbrĂźcke beigetragen haben und die sie benutzen!â
Zu Beginn der 1950er Jahre planten Pastor Schmauch und die Stadtverwaltung den Wiederaufbau der im Krieg zerstĂśrten Vierzehnnothelfer-Kapelle. Kreisbaumeister Beier stellte die Pläne, die Stadt Bruchsteine, Holz sowie Sand und mit nachbarschaftlicher UnterstĂźtzung wurde die neue Kapelle fertiggestellt. Die Einweihungsfeier fand während der Conder Kirmes 1952 statt. Im Jahr 1951 begannen wohnungsbauliche MaĂnahmen in Obercond, die während des Krieges nicht mĂśglich waren; gefĂśrdert wurden sie u. a. vom Katholischen Familienwerk. Im März 1955 Ăźbernahm Pfarrer Adalbert Heil die neue Pfarrstelle St. Remaclus in Cond sowie die Pfarrverwaltung St. Martin in Valwig. Im gleichen Jahr beauftragte ihn Weihbischof Bernhard Stein mit den Planungsaufgaben fĂźr den Neubau einer Kirche in Cond, da die alte Kirche in der ZehnthausstraĂe dem wachsenden Bedarf der Kirchengemeinde nicht mehr entsprach.
Am 8. Juli 1962 wurde die neue Jugendherberge an der Klottener StraĂe in Cond feierlich erĂśffnet, an der Stelle, wo sich vorher schon die alte Zeltjugendherberge befand. Herbergseltern waren Ăźber 30 Jahre lang die Eheleute Hans-Josef und Rosemarie Monz.
Am 14. August 1963 erĂśffnete BĂźrgermeister Willy Massoth das neue Freibad in Cond.
Nachdem 1964 ein geeignetes Areal fĂźr den Kirchenneubau gefunden worden war, begann im selben Jahr der Bau der Kirche nach dem Entwurf des Kirchenbaumeisters Emil Steffann. Mit Planung und AusfĂźhrung des Neubaus wurden die Architekten Heinz Bienefeld und Carl MĂźller betraut. Die Weihe der Kirche St. Remaclus Ăźbernahm am 12. Mai 1968 â dem Todestag von Jakob Anton Ziegler â Bischof Bernhard Stein.
Um den touristischen Ansprßchen besser gerecht zu werden, wurde im März 1971 der Neubau eines Hallen-Wellenbades beschlossen, Baubeginn war am 15. November 1972. Um der Stadt bei der finanziellen Projektierung des Objektes zu helfen, hatte Hans-Joachim Hegerl hierzu eigens einen FÜrderverein gegrßndet. Nach Fertigstellung eines Dßkers, der das Cochemer Abwassersystem mit Cond verbindet, wurde am 21. November 1974 die neue mechanisch-biologische Kläranlage in der Conder Mark in Betrieb genommen. (2003 wurde das Cochemer Abwassersystem zur Klärung der Abwässer mit der Zweckverbandskläranlage in Treis verbunden).
Am 19. Februar 1975 wurde das Cochemer Hallenwellenbades eingeweiht. Die Einweihungszeremonie nahm der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Helmut Kohl vor, die Einsegnung fĂźhrten auf katholischer Seite Adalbert Heil und auf evangelischer Seite Pfarrer Gerd Graf durch. Die Architekten des Hallenbades waren Lutz Limmer und Klaus Wronka, die kĂźnstlerische Gestaltung hatte der Cochemer KĂźnstler Carlfritz Nicolay. Nach dem groĂen Brand im Cochemer Hallenbad am 15. März 1983 beschloss der Stadtrat noch im selben Monat einstimmig den Wiederaufbau. Die WiedererĂśffnung fand am 13. Mai 1985 statt. Da die Anzahl der Lebensmittelgeschäfte (sogenannte Tante-Emma-Läden) in Cond und im Stadtgebiet Ăźber die Jahre immer mehr abgenommen hatte, erfolgte am 30. August 1999 der erste Spatenstich fĂźr ein REWE-Einkaufszentrum im Distrikt âConder Schutzmarkenâ; im Jahr 2000 wurde es fertiggestellt, allerdings gab es vielfache Diskussionen zu diesem Thema. Befanden sich unter der BevĂślkerung grĂśĂtenteils BefĂźrworter, so waren die verbliebenen Lebensmittelgeschäfte in Cochem geschlossen gegen das Projekt. 2007 stimmte der Cochemer Stadtrat gegen eine weitere Bebauung im als âSondergebiet IIâ klassifizierten Areal. Die weitere Ansiedelung von Lebensmitteldiscountern oder anderen Einzelhandelsgeschäften wurde damit unterbunden. Jedoch blieb es nicht bei dieser Entscheidung, hatten sich doch inzwischen Discounter wie Aldi und KiK angesiedelt. Aufgrund der hohen Nachfrage in der BevĂślkerung erfolgte im Juni 2017 der Spatenstich fĂźr den Drogeriemarkt dm.cite-ref-6[6]
Bauwerke
NordbrĂźcke
Der Bau einer weiteren MoselbrĂźcke zwischen Cochem und Cond wurde 1972 im regionalen Raumordnungsplan Mittelrhein beantragt. 1973 beschloss der Kreistag Cochem-Zell die Ăbernahme der Baulastträgerschaft als KreisstraĂe K 60(COC); das notwendige Planfeststellungsverfahren leitete man 1982 ein. Der erste Spatenstich fĂźr die neue BrĂźcke erfolgte am 22. Mai 1990 durch Landrat Klaus-Peter Balthasar. Der geplante BrĂźckenverlauf lag auf Cochemer Seite in HĂśhe des alten Schlachthauses (heute Cochemer Polizeistation) und auf der Seite Conds zwischen Jugendherberge und dem Wasser- und Schifffahrtsamt. Mit dem Bau der BrĂźcke beauftragte man die Heinz Schnorpfeil Bau GmbH; die Gesamtlänge sollte 245 Meter betragen. Der einzige BrĂźcken- bzw. Strompfeiler wurde auf Conder Seite gebaut, um den sicherheitsrelevanten Aspekten der Moselschifffahrt Rechnung tragen zu kĂśnnen. Wurden bei der Planung noch 13,7 Millionen DM veranschlagt, stiegen die Kosten im gesamten Bauverlauf so stark an, dass sie am Ende inklusive aller dazugehĂśrigen Anbindungen 21 Millionen DM kostete. Die offizielle Ăbergabe an den Verkehr erfolgte am 3. September 1993. Da es Ăźber die Jahre zu Setzungen an der AufschĂźttung der Cochemer BrĂźckenrampe und damit beim Befahren zu Unebenheiten gekommen war, mussten diese im Jahre 2017 fachgerecht behoben werden.cite-ref-7[7]
Neues Marienkrankenhaus und seine Geschichte
Das erste Cochemer Hospital gab es seit dem Pestjahr 1422, es befand sich im Burgfrieden (dem späteren Salzmagazin) und wurde von der BevĂślkerung âSpitälchenâ genannt; es brannte 1882 ab. Bereits 1834 baute man auf dem Klosterberg in Cochem ein Gebäude, das als Krankenhaus verwendet werden sollte. Der Bau wurde zunächst Ăźber viele Jahre von Georg Koch als Gastwirtschaft genutzt. 1896 legte man einen symmetrischen Erweiterungsbau an, dessen Mitte ein Kapellentrakt bildete. Das fertiggestellte Krankenhaus Ăźbernahmen die Franziskanerinnen von Waldbreitbach, die seit 1867 in Cochem in der Krankenpflege tätig waren. Dieses Franziskus-Krankenhaus wurde am 1. Januar 1945 bei der Explosion einer Luftmine zerstĂśrt, so dass man vorĂźbergehend in das benachbarte Kloster Ebernach auswich, um Verletzte und Kranke betreuen zu kĂśnnen. Da es bei den Franziskanerinnen aber zu einem Schwesternmangel kam, traten diese an die Marienschwestern mit der Bitte um UnterstĂźtzung heran. Es dauerte aber noch einige Jahre â auch unter Einflussnahme des Cochemer Dechants Johannes Nicknig â bis sich diese im Jahre 1950 dazu bereit erklärten, das zerstĂśrte Krankenhaus zu Ăźbernehmen. 1951 grĂźndete man hierzu eigens den âMarienkrankenhaus-Verein Cochem e. V.â unter Mitwirkung der Provinzialoberin M. Rita (Schwester Rita). Der Neubau des Krankenhauses wurde rasch beschlossen und am 22. Februar 1953 nahm Weihbischof Stein die offizielle Einweihung vor. Ăber die Jahre stellte man fest, dass dieses Krankenhaus und auch die verkehrsungĂźnstige Anbindung durch die Cochemer Altstadt nicht mehr den modernen Anforderungen entsprach. Im Dezember 1970 fasste der Kreistag grundsätzlich den Entschluss fĂźr einen nochmaligen Neubau an anderer Stelle, was 1971 von der Landesregierung beschlossen wurde. 1973 fand man das dafĂźr notwendige Areal im Neubaugebiet Obercond; es vergingen noch einige Jahre, bis alle dem Neubau entgegenstehenden Hindernisse Ăźberwunden wurden. Am 12. Mai 1989 erfolgte die Grundsteinlegung, die Einweihung am 14. September 1993, und am 1. Oktober wurde der Betrieb aufgenommen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf insgesamt 67,3 Millionen DM.
Der Bundesbankbunker in Cond
Das Areal fĂźr den Bau des ehemaligen Bundesbankbunkers in Cond wurde zu Beginn der 1960er Jahre, zusätzlich zu weiteren GrundstĂźcken an der heutigen StraĂe am Wald, von Dr. Dreesen käuflich erworben. Insgesamt standen dabei 9000 Quadratmeter Grundfläche, sowie Ăźber 2,3 Millionen DM zur VerfĂźgung. Baubeginn fĂźr die insgesamt zweijährige Bauphase war der 14. Mai 1962. Der Zugang zum insgesamt 300 Meter langen Stollen erfolgte Ăźber ein ehemaliges Wohnhaus in der BrauselaystraĂe. Im Zeitraum von 1964 bis 1988 wurde in diesem Bunker eine Notstandswährung im Wert von 15 Milliarden DM aufbewahrt. Im Jahre 1994 Ăźbernahm die Cochemer Volksbank den Bunker fĂźr einige Jahre, um darin SchlieĂfächer fĂźr ihre Kunden einzurichten. Nachdem die Immobilie viele Jahre ungenutzt leergestanden hatte, wurden sowohl der Bunker als auch die angrenzenden Tarnhäuser von Petra und Manfred Reuter käuflich erworben. Heute kann der denkmalgeschĂźtzte Bunker, der inzwischen zu einem Museum umgewandelt wurde, von der Ăffentlichkeit besichtigt werden.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]
Geographisches
Bäche
⢠Mathieligerbach (sein Unterlauf gehÜrt zu Klotten, der Oberlauf bildet die natßrliche Gemarkungsgrenze zu Valwig)
⢠Maierbach (seine Mitte und der Unterlauf liegen in der Gemarkung Klotten)
⢠Lindchesbach (verläuft am Klottener SchieĂstand)
⢠FuĂkaulbach (bildet die Grenze zwischen Cond und Klotten)
⢠Fetscherbach (verläuft unterirdisch im Bereich des Moselstadions)
⢠Dombach (im unteren Teil ebenfalls unterirdisch)
⢠Hullebach (unterhalb der TalstraĂe kanalisiert)
⢠Grofbach (verläuft in der Nähe des Brauselayfelsens und versickert im unteren Bereich)
⢠Wackenkaulsbach (liegt bereits in der Gemarkung Valwig)
Liste der Layen in Cond
Ley, auch Lay, Lei, Lai, Laigecite-ref-10[10] oder Lägge,cite-ref-11[11] nach Grimm Leie, ist eine im rheinischen und niederdeutschen Sprachraum häufig anzutreffende Bezeichnung fßr Fels.cite-ref-12[12]
⢠(Auf der) Lay (oberhalb der Erkelay, zwischen Conder Markweg und BergstraĂe gelegen)
⢠Arzlay (zwischen Valwiger StraĂe, einem Wingertsweg bis nĂśrdlich des Hullebachs)
⢠Erkelay (im Bereich Jugendherberge, Nordbrßcke)
⢠Falkenlay (zwischen der Gemarkung Valwig und der Brauselay)
⢠Hindenburglay (zu Ehren des Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg)
⢠Hohllay (zwischen Falken- und Hindenburglay)
⢠Nikolauslay (Nikolausberg), (oberhalb des Bildstocks des Heiligen St. Nikolaus (Nikoläsje), Schutzpatron der Schiffer)
⢠Palmlay (zwischen Hohllay und Hindenburglay)
Geologie
Das Quellgebiet der Mosel, die Vogesen, entstand vor etwa 50 Millionen Jahren. Im Miozän und Pliozän wurde die Urmosel bereits zum Nebenfluss des Rheins. Während sich das Rheinische Schiefergebirge im Quartär langsam hob, bildeten sich die ersten Mäander der Mosel. Die vom Wasser aufgenommene Bewegungsenergie fĂźhrte beim AbflieĂen zur Erosion, sowohl im Flussbett (Tiefenerosion), als auch in den Seiten des Tals (Seitenerosion). Abgetragenes Material wurde entweder vom Fluss weitertransportiert, oder es lagerte sich auf dem Prallufer (Prallhang) gegenĂźber gelegenen Gleitufer (Gleithang) ab. Typisches Beispiel ist die gegenĂźber dem steil aufragenden Felsen des Klottener Bogens liegende âConder Markâ. Die dort durch Sedimentation entstandenen fruchtbaren BĂśden begĂźnstigten zum einen die landwirtschaftliche Nutzung, und zum anderen erleichterte ein flacherer Berghang den Aufstieg, um Handelswege zu erschlieĂen.
Besiedelung
Der GrĂźndungsanlass einer frĂźhen Besiedelung von Cond ist auf vielerlei gĂźnstige Faktoren zurĂźckfĂźhrbar. Zum einen ermĂśglichten fruchtbare BĂśden, wie sie in der Conder Mark zu finden waren, einen frĂźhen Ackerbau, und zum anderen erleichterten die natĂźrlichen in Cond vorkommenden Wasserläufe den Zugang zu frischem Wasser fĂźr die Menschen. Die Lage der erste Behausungen fĂźr eine dauerhafte Besiedelung wurden so gewählt, dass sie Schutz vor den Hochwassern der Mosel boten. Als weitere gĂźnstige Umstände sind die Ăźber den gesamten Tagesverlauf durch den Cochemer Krampen einfallende Einstrahlung der Sonne anzusehen sowie die Nutzbarkeit der Mosel als Transport- und Handelsweg. Der frĂźhe Anbau von Weinreben in steileren Lagen wie dem heutigen âRosenhangâ wurde zum einen durch den natĂźrlich vorkommenden Schieferboden und zum anderen durch das in den Sommermonaten vorherrschende mediterrane Klima begĂźnstigt. Die VerfĂźgbarkeit von Holz in den Wäldern der näheren Umgebung zum Bau von Wohnbehausungen hat bei der Wahl des Sesshaftwerdens sicherlich eine ebenso wichtige Rolle gespielt.
Archäologische Funde
Fund eines Steinbeils
Im Oktober 1993 fand der Conder Horst Ostermann auf seinem GrundstĂźck in der TalstraĂe einen länglichen abgerundeten Stein beim Arbeiten in einem mit Hangschutt verfĂźllten Graben in der Flur âIm Kattertâ (sĂźdlich der Hohl gelegen). Ein Stein machte auf sich aufmerksam, als dieser begann wegzurollen, er nahm den Stein mit in sein Haus und stellte rasch intensive Bearbeitungsspuren an dem gefundenen Objekt fest. Eine nähere Untersuchung des walzenfĂśrmigen aus Quarzit mit roten Einsprengselungen versehenen Steins ergab, dass es sich um ein Walzenbeil (Kernbeil) aus dem Zeitraum des Spätneolithikums (3500 bis 2800 v. Chr.) bis späte Kupferzeit (2500 bis 2200 v. Chr.) handelte.cite-ref-13[13] Der trapezfĂśrmige Stein weist einen rundovalen Querschnitt auf und ist mit 10,5 cm Länge und einer max. Breite von 6,5 cm an der Schneide mit 0,519 kg recht schwer fĂźr seine GrĂśĂe. Es wird angenommen, dass dieses Walzenbeil ursprĂźnglich aus einem GerĂśllstein mittels eines Schlagsteines und der Pick-Technik bearbeitet und so in die gewĂźnschte Form gebracht wurde. Zum Glätten der Oberfläche wurde die Beilklinge auf einem Schleifstein (oder in einer Schleifwanne) aus Sandstein, Basalt oder Granit unter Hinzugabe von Wasser geglättet. Im vorliegenden Fund wurde lediglich der vordere Schneidenbereich des Beils geschliffen, im Gegensatz zu vielen anderen Funden, bei welchen aus ästhetischen GrĂźnden der ganze BeilkĂśrper geschliffen wurde. Nachdem die gewĂźnschte Form und Oberfläche hergestellt war, wurde das Steinbeil in eine Holzfassung, einem ca. 0,6 bis 0,8 Meter langen Holm aus Holz ohne Zwischenfutter eingepasst und konnte so z. B. als Fällaxt, oder in der Kurzform (< 0,5 Meter), als Spalt- oder Behaubeil verwendet werden.cite-ref-14[14] Da das Steinbeil in unmittelbarer Nähe des heutigen Hullebaches in Cond aufgefunden wurde, ist eine Zuordnung des Steinbeils als Streufund am wahrscheinlichsten.cite-ref-15[15]
Kupferne Doppelaxt
Der britische Pfarrer William Greenwell, der auch Hobbyarchäologe und Antiquitätensammler war, erwarb auf einem nicht mehr nachvollziehbaren Weg, eine aus einer Kupferlegierung bestehende Doppelaxt, deren Fundort als Cochem an der Mosel angegeben wurde. Die präzise Fundstelle (Fundumstand), Fluss- bzw. Gewässerfund ist jedoch fraglich und kann nur rein spekulativ als näher zu Cond oder Cochem liegend angesehen werden. Die wissenschaftliche Bezeichnung dieses Typs Axt ist âZabitz-Doppelaxt, Variante Cochemâ.cite-ref-16[16] Die Axt ist 39,5 cm lang und 2,535 kg schwer, kennzeichnendes Merkmal ist das fĂźr eine Schäftung viel zu kleine Schaftloch von nur 1,7 Ă 0,6 cm, und es weist kein fĂźr ähnliche Funde vergleichbares Fischgrätenmuster auf der Oberfläche auf, sie ist stattdessen regelmäĂig flach gestaltet. Dass es sich bei diesem Einzelfund um einen evtl. verlorenen Gegenstand handelt, wird zumeist ausgeschlossen, man geht in der Regel von einer absichtlichen Ablegung solcher Objekte aus und spricht dann von einem âEinzelstĂźck-Depotâ. Da es sich bei dieser Doppel-Axt um einen als sehr wertvoll anzusehenden Gegenstand handelt, die Reinheit beträgt weniger als 0,1 % Zinn und max. 1,5 % Arsen, kann man von einem Kultsymbol (Kultobjekt) sprechen, das zu bestimmten Anlässen geopfert wurde, um z. B. eine Gottheit zu Ehren. Die Zabitz-Doppelaxt wird dem Ende des Neolithikums (Jungsteinzeit) zugeordnet, chronologisch betrachtet ergibt sich dabei der Wert von ca. 2200 Jahren v. Chr. Die Axt wurde im Jahre 1909 an das British Museum Ăźbergeben, ob durch Zukauf, Schenkung oder Erbe ist nicht bekannt.cite-ref-17[17]
Bronzeschwert aus der Mosel
Als man gegen Ende des 19. Jahrhunderts Baggerarbeiten im Bett der Mosel vornahm, fand man darin ein bronzenes Vollgriffschwert, dessen Fundort nur als aus der Mosel vor Cochem dokumentiert wurde. Auch in diesem Fall, wie schon bei der kupfernen Doppel-Axt, ist eine eindeutige Zuortbarkeit, weder nach Cochem noch nach Cond mĂśglich. Die Zuordnung des Schwertes zum Typus Auvernier verdankte das Schwert den charakteristischen länglichen und ovalen Vertiefungen zu beiden Seiten der Griffstange.cite-ref-18[18] Solche Vertiefungen dienten zur Aufnahme von Schmuckplatten aus Eisen oder Buntmetall, um damit das Schwert verzieren zu kĂśnnen. Zumeist wurden die Verzierungen mit drei Nieten, wie sie in der Darstellung noch schwach zu erkennen sind, vernietet. Das Heft des Schwerts weist an seinem unteren Ende kleine zu beiden Seiten auslaufende sogenannte âParierflĂźgelâ auf. Die Klinge selbst ist stark profiliert, der obere Teil zwischen der abgeschrägten Klinge und den ParierflĂźgeln, den man âRicassoâ nennt, nutzte man, um Angriffe des Gegners abwehren zu kĂśnnen. Das Schwert hat eine Länge von 55,4 cm und wurde der späten Urnenfeldzeit, der Hallstattstufe Ha B3 zugeordnet, was chronologisch einem Alter von ca. 2800 bis 2900 Jahren entspricht. Das auĂerordentlich gut erhaltene Bronzeschwert ist heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn ausgestellt.
Villa Rustica in der Conder Mark
Schon im Juli 1968 wies der in Klotten geborene Heimatforscher Alfons Friderichs das Landesamt fĂźr Denkmalpflege (LAD) in Koblenz darauf hin, dass sowohl sein Schwiegervater Jakob Kollmann und der Winzer Robert Ackermann (beide aus Klotten), beim Versuch, neue Bäume auf ihren Obstwiesen im Gebiet âKaarstâ in Cond zu pflanzen, sowohl Tonscherben als auch BruchstĂźcke eines Mosaikbodens fanden. Die gefundenen Objekte Ăźbermittelte Friderichs an das staatliche Amt fĂźr Vor- und FrĂźhgeschichte, die ihm wiederum im selben Monat schriftlich den Fund rĂśmischer Wandheizkacheln und GutsgefäĂbruchstĂźcke bestätigten. Aus diesen Funden, darunter befanden sich auch Bronzeteile und Fischnetzanker aus Blei, schlussfolgerte man auf die Ăberreste einer rĂśmischen Gutshofsanlage aus dem 3. oder 4. Jahrhundert n. Chr., die im modernen Sprachgebrauch als Villa rustica bezeichnet wird. Im Wesentlichen bestand solch eine Anlage aus mehreren Nebengebäuden, von denen das Hauptgebäude zumeist als Steinbau errichtet wurde.
Bei einer Begehung im Dezember 1999 fand man weitere Scherben, die sowohl von VorratsgefäĂen als auch von edlerem Tafelgeschirr (terra sigillata) stammten; eine Datierung erfolgte auf das 2. Jahrhundert n. Chr. Zu den baulichen Ăberresten der Gesamtanlage im FlurstĂźck 14 âAuf dem GrĂźnâ in den âConder Schutzmarkenâ vermerkte der Bericht des Landesdenkmalamtes noch folgendes:
⢠Erhalten sind ein mindestens 50 Meter langer und 10 Meter breiter Steinwall aus Bruchstein mit nord-sĂźdlicher Ausrichtung, dessen Ostseite in Teilen bis zu zwei Meter HĂśhe aufweist und an dessen Ostrand noch Reste eines Bruchsteinmauerwerks â in Trockenbauweise errichtet â erhalten sind. Anzeichen eines Mauerputzes wurden nicht gefunden, jedoch fand man Brandspuren, die auf eine ZerstĂśrung durch Feuer hinweisen.
⢠AuĂerdem fand man Teile eines Hypokaustpfeilers fĂźr eine FuĂbodenheizung (Hypokaustum) mit runden Pfeilerplatten, MĂśrtel, Ziegel und Resten von Tubuli (Hohlziegeln) fĂźr eine Wandheizung sowie eine am sĂźdlichen Wall, im rechten Winkel verlaufende Mauer, in Ăśstlicher Richtung von 30 Metern Länge.
⢠Parallel dazu erstreckte sich eine im Abstand von 30 Metern in Ost-West-Richtung verlaufende, weitere Trockenmauer von einer Länge um 100 Meter sowie ein Steinwall mit nÜrdlicher Ausrichtung, die zusammen in etwa die rechteckig gefertigte Mauer der Umfassung des Gutshofs bildete.
⢠Weitere Mauerfunde wiesen auf ein mÜgliches weiteres Gebäude hin, das als Nebengebäude genutzt worden sein kÜnnte.
⢠Kleinfunde, sogenannte âLesefundeâ, wie ZiegelstĂźcke, Schieferplatten, ortsfremde Plättchen aus Sandstein sowie Scherben von Amphoren und die aufgefundenen Mauerreste, deuteten doch recht sicher auf das Vorhandensein einer ehemaligen rĂśmischen Villa hin, die aufgrund des Lagefundes- und Ortes im Bezug zur nahegelegenen Mosel zudem als Hochwassersicher galt.
Als weitere Standortvorteile sind noch die im Verhältniss zur Umgebung lange anhaltende tägliche Sonnenscheindauer, sowie der nahe gelegene FuĂkaulbach als Frischwasserquelle zu nennen, der allerdings wenn er in heiĂen Sommern trocken lief, durch Brunnen unterstĂźtzt werden musste. Da sich längs der ganzen Mosel viele solcher Villen befanden, war sie auch als Handelsweg fĂźr ihre Anwohner von groĂem Interesse, zudem konnte der Fluss fĂźr den Fischfang als zusätzliche Nahrungsquelle genutzt werden. In neuerer Zeit lieĂ die Stadt Cochem das Areal als Grabungsschutzgebiet ausweisen, um es vor weiterem Verfall zu schĂźtzen, da eine nochmalige Erforschung des Areals nicht in Aussicht gestellt wurde.
Fund fränkischer Gräber in Cond
Im Jahre 1931 entdeckte man bei Arbeiten an der Grabstelle der Familie Hieronimi in Cond ein Grab fränkischen Ursprungs. Insgesamt fanden sich darin eine Urne, eine Streitaxt, eine Mßnze mit dem Abbild des rÜmischen Kaisers Gallienus aus der Zeit 260 bis 268 v. Chr., eine weitere nicht klassifizierbare Mßnze, ein Schwert sowie ein Wehrgehänge. Hubert Hieronimi, ein Familienmitglied, stiftete diesen Sammelfund dem Kreisheimatmuseum in Cochem; nach dessen AuflÜsung im Jahre 1960 ßbergab man die Objekte dem Stiftsmuseum St. Castor in Karden.cite-ref-19[19]
Allerdings war es so, dass dort alle Fundstßcke neu katalogisiert wurden, was es später nahezu unmÜglich machte, damalige Funde aus dem Grab zu identifizieren, um sie einer erneuten wissenschaftlichen Untersuchung zuzufßhren. Lediglich eines der vielen Fundobjekte, ein Knickwandtopf, konnte bei einer Recherche Anfang der 1980er Jahre durch einen Archäologen anhand einer Inventarnummer identifiziert werden. Der Keramiktopf war unbeschädigt, besaà eine schwarze geglättete Oberfläche und eine im oberen Teil mit einem Rollrädchen eingedrßckte umlaufende Punktverzierung. Funde fränkischer KeramiktÜpfe mit diesen Charakteristika werden sicher der Zeit der Merowinger ab dem 5. Jahrhundert zugeschrieben.
Die zweite fränkische Grabstelle in Cond entdeckte man bei Ausschachtungsarbeiten fĂźr den Keller eines zu bauenden Hauses der Familie Dohler in der Valwiger StraĂe 41 in den Jahren 1948/49. Die Gräber waren mit groĂen Schieferplatten abgedeckt worden und enthielten neben zwei menschlichen Schädeln, Reste eines Kleeblattkruges (ohne MĂźndung) und eine metallene Lanzenspitze. Die Fundobjekte fĂźhrte man dem Landesdenkmalamt zu, die rautenfĂśrmige Lanzenspitze gilt seither allerdings als verschollen. Da bereits in der Vergangenheit an gleicher Stelle Gräber aus dieser Epoche gefunden, bzw. bei Grabungen angeschnitten worden sind, ist die Annahme, dass es sich um ein Reihengräberfeld handelt, durchaus gegeben. Zumeist legten die Franken ihre Gräber oberhalb ihrer Siedlungen, am Beginn von Steilhängen an, von daher wird angenommen, dass sich das Zentrum der frĂźhesten fränkischen Besiedelung im 6. oder 7. Jahrhundert n. Chr. in Cond, im Areal des heutigen Pumpenplatzes befand.
Ursprung des Ortsnamens Cond
Als die am wahrscheinlichsten anzunehmende Erklärung fĂźr den Ortsnamen Cond gilt der auf seine frĂźhesten keltischen Bewohner zurĂźckzufĂźhrende Begriff Condatis, der ein keltischer Gott war. Der Name leitet sich vom keltischen Wort condate ab und bedeutet âZusammenflussâ zweier Gewässer, des Hullebachs und der Mosel. Der Name Condato wurde in Gallien häufig fĂźr solche Orte verwendet. Eine spätere Bezeichnung des Ortes Condedunum â die RĂśmer waren den Kelten als Besiedler in Cond gefolgt â enthielt als zweiten Zusatz den Namen -dunum, der wiederum Bestandteil lateinischer Namen fĂźr keltische Siedlungen war und vom keltischen Dun (keltisch *dĹŤnon) abzuleiten ist. Er ist einem âbefestigten Ortâ gleichzusetzen und damit ein Begriff, den die RĂśmer von den Kelten Ăźbernommen hatten.
Chronologische Erwähnungen von Cond
⢠Der Name Condindon fßr Cond ist die erste Erwähnung in einer nicht näher bezeichneten Urkunde aus dem Jahre 840.cite-ref-20[20]
⢠Am 5. März 857 schenkten die Cousins Willefried und Leodin die von ihren Eltern ererbte basilica in villa Condenduno der Abtei Stablo unter der Bedingung, die Pfarrei mit einem Priester aus dem Kloster zu besetzen. Dieser solle dort den Gottesdienst abhalten, predigen und Taufen durchfĂźhren. Zeugen der nur noch als Abschrift aus dem 13. Jahrhundert in lateinischer Sprache verfassten Urkunde waren, Ramibert (lat. Ramibertus), Herimann (Herimannus), Wigbald (Wigbaldus), Randulf (Randulfus), Mother (Motherus), Ernulf (Ernulfus), Wanbert (Wanbertus), Adelard (Ardelardus) und Leobin (Leobinus). Aus der in Cond vollzogenen Urkunde kann man ferner den Hinweis entnehmen, dass sich die erwähnte Basilica bereits im Besitz einer adeligen Familie befand und dass dort schon vorher die heilige Messe gelesen wurde. Seelsorgerisch wurde die Kirche in Cond bis dahin von der Pfarrei Klotten betreut, jedoch wurde dies als so unbefriedigend empfunden, dass man sich laut Urkunde ausdrĂźcklich eine Seelsorge âkĂźnftig ohne Verzugâ wĂźnsche.
⢠Am 12. April 912 kam es abermals zu einer Schenkung durch KĂśnig Karl dem Einfältigen, als dieser seinen KĂśnigshof in Cond (und auch den von Merl) mit all seinen BesitztĂźmern, GrundstĂźcken und Personen nebst EinkĂźnften einem MĂśnch namens Fulrad von Stablo mit der Verpflichtung Ăźbertrug, dort âdie regelmäĂige Feier des Sonntagsâ zu achten.cite-ref-21[21] Als Zeugen dieser Schenkung wurden sowohl der Graf Reginar (lat. Reginaris) als auch Berengar (Berengarius) genannt.
⢠Fßr das Jahr 943 wurde der Name Condondano in einer nicht weiter belegten Urkunde, in der systematischen Geschichtsschreibung Eiflia illustrata von Georg Bärsch, erwähnt.cite-ref-22[22]
⢠Im Jahre 1075 erhielt das Lieblingskloster Siegburg des KÜlner Erzbischofs Anno II. Gßter an der Mosel. Später berichtete Erzbischof Albero von Trier in einer Urkunde, dass Anno II. dem Kloster 27 Mansen gegeben hätte, worunter sich Cond, Ellenz, Bruttig und Faid befänden.
⢠FĂźr die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde in einem Verzeichnis des Trierer Erzbischofs Heinrich II. (1260â1286) eine Kathedralsteuer im Landekanate Keimta (Kaimt) fĂźr mehrere Moselorte, wie z. B. Clotene (Klotten), Pumere (Pommern), Cogeme (Cochem) und Cunda (Cond) erhoben.
⢠Im 14. Jahrhundert besaĂ das Stift MĂźnstermaifeld in Cond: agrum inter agros communitatis situm in Cond, (deutsch, âauf Feldern zwischen Feldern der Gemeinde Cond gelegenâ), 12 pecie vinearum (12 StĂźcke Weinberg), 3 pecias vinee (3 StĂźcke von Weinbergen) sowie einen Anteil an Obstbäumen.
⢠Im Jahre 1456 wurde der Besitz derer v.d. Leyen (Adelsgeschlecht) in Cond, in einen halben Hof samt ZubehÜr sowie in seine Weingärten und deren Weingßlte aufgeteilt.
⢠Am 24. August 1467 vergab der Trierer Erzbischof Johann II. seinen Hof zu Cond in Erbpacht.
⢠Der Klottener Notar Peter Pauli beurkundete am 18. Juli 1614 die Verpachtung der zu Kollig gelegenen Gßter, der Eheleute Theià Baltes und Anna zu Cond, an Jakob und Thomas Mßnigs (Vater und Sohn).
⢠Im Jahre 1765 erfolgten Instruktionen und eine Ablassbewilligung wegen des Kreuzweges zu Cond.
Schulwesen
Wurde der Schulbetrieb im 17. Jahrhundert noch im Wesentlichen unter kirchlicher Aufsicht betrieben, Kapläne, Hilfsgeistliche wie FrĂźhmesser oder Gemeindeschreiber, mitunter auch Handwerker, brachten den Kindern die elementaren Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen bei, so änderte sich dies ab dem Jahr 1770. Der Staat gewann ein Interesse an der schulischen Ausbildung, um sie z. B. fĂźr politische Zwecke nutzen zu kĂśnnen, Kurtrier lieĂ primäre Schulen als eine Art Volksschulen einrichten, jedoch erwies sich der grĂśĂte Teil der BevĂślkerung als reformunwillig. Da den Lehrern zunächst ebenfalls die Fähigkeit zur Verbesserung ihrer ausbilderischen Qualitäten fehlte, richtete die Stadt Koblenz 1784 eine sogenannte âNormalschuleâ ein, um eine gewisse Norm schulischer Ausbildung von Lehrern sicherzustellen.
Nachdem Frankreich und seine Revolutionstruppen das Rheinland erobert hatten, ging dieser erfreuliche Trend vorĂźbergehend zurĂźck, bis zum Jahr 1798, denn jetzt begannen die Ăberlegungen, das Schulwesen grundlegend auf solider Basis unter der Kontrolle des Staates zu reformieren. Lehrer lieĂ man fortan in Koblenz, später auch in Trier in eigens fĂźr sie eingerichteten Ausbildungsstätten ausbilden, auf FranzĂśsisch wurde wegen der Amtssprache ebenfalls Wert gelegt. Da jedoch die Bezahlung der Lehrer von Eltern und Gemeinde zu tragen waren und auch keine Schulpflicht bestand, konnte als Folge der schlechten Bezahlung der LehrkĂśrper auf die Dauer keine sonderlich gute schulische Ausbildung der Kinder erreicht werden. Als PreuĂen ab 1814 wieder die linksrheinischen Gebiete Ăźbernahm, gingen im Schnitt weniger als die Hälfte aller Kinder in eine Schule.
Im Jahre 1825 wurde ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, und der Schulbesuch war fortan Pflicht fĂźr alle Kinder, was 1829 dazu fĂźhrte, dass das Schullokal die nunmehr 82 SchĂźler nur noch bedingt aufnehmen konnte. Der erste Lehrer der neuen Ăra war Johann Peter Bootz von 1813 bis 1855. Ihm folgten Anton Fischer bis 1862, Philipp Pinger bis 1868, Johann Jacob Gilles bis 1881, Johann MĂźller bis 1884 und Nikolaus Schaefgen bis 1920. Eine zweite Lehrerstelle Ăźbernahm in der Zeit von 1876 bis 1907 Anna Simon sowie Maria Bedorf von 1908 bis 1920 um von da an bis 1936 das Lehreramt wieder alleine auszuĂźben.
Ab 1933 versuchten die politischen Machthaber, wie sonst Ăźberall auch, nationalsozialistisches Gedankengut unter die junge SchĂźlerschar zu bringen, um sie so besser als kĂźnftige Generation heranziehen zu kĂśnnen. Im Jahre 1939 wurden die Volksschulen in Cochem, Cond und in Sehl wegen verminderter SchĂźlerzahlen zu einem Schulbezirk zusammengefasst, so dass nun alle SchĂźler in allen Stadtteilen und der Stadt Cochem selbst eingeschult werden konnten.
Als der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war, ging der Unterricht noch zumeist wie gewohnt weiter, jedoch musste gegen Kriegsende, wegen der vielen Bombenangriffe auf Cond, der Unterricht vermehrt ausgesetzt werden. Von 1947 an war es Konrektor Biesel, der auch als Organist in Cond tätig war, der den Schulbetrieb fĂźr die hĂśheren Klassen wieder aufnahm. 1950 kam der aus BĂźchel stammende Lehrer Otto Przyklenk nach Cond, um dort als Lehrer zu unterrichten, jedoch verstarb der allseits beliebte und fähige Lehrer im Jahre 1954 bei einem Verkehrsunfall. Am 14. Juli 1954 wurde die Volksschule in Cond in der ZehnthausstraĂe schlieĂlich aufgelĂśst, und man begann mit der Planung einer neuen Schule an der BergstraĂe, die im Jahre 1959 eingeweiht werden konnte. Die neue Schule wurde insgesamt 23 Jahre lang genutzt, bis die Anzahl der SchĂźler so stark zurĂźckgegangen war, dass auch sie endgĂźltig geschlossen werden musste.
Vereinsleben
Katholischer Junggesellenverein Cond
1902 grĂźndete man den Katholischen Junggesellenverein Cond, dessen Sinn und Inhalt u. a. die FĂśrderung der Bruderliebe, des Ordnungssinns und der Sittlichkeit war. Geselliges Zusammensein mit edlen VergnĂźgungen sollten bei Bedarf und den Umständen angepasst abgehalten werden, Aufnahme fanden nur mindestens 18-Jährige, die katholisch, unbescholten und als umgänglich galten. Der Eintritt in den Verein wurde gegen eine AufnahmegebĂźhr von 3 Mark gewährt, der monatliche Beitrag fĂźr die Mitglieder betrug 25 Pfennige. Das zuletzt hinzugekommene Mitglied hatte die Funktion eines Boten zu Ăźbernehmen, und bei SchlieĂung des Ehebundes erlosch die Mitgliedschaft automatisch. Mit dem Pastor vereinbarte man eine gemeinschaftliche Kommunion an bestimmten Feiertagen, und zur heiligen Messe wurden von den Mitgliedern des Vereins Lieder vorgetragen. 1912 feierte der Verein sein zehnjähriges Stiftungsfest; 1923 ernannte man Pfarrer Josef Reuter zum Ehrenpräsidenten. Ob der Verein Ăźber das Jahr 1937 hinaus bestand, ist wegen der nationalsozialistischen GleichschaltungsmaĂnahmen, bei denen alle kirchlichen Vereine verboten wurden, nicht bekannt.
Marianische Jungfrauen Congregation
Der Verein nahm nur Jungfrauen aus Cond auf, es wurde auf eine sittliche LebensfĂźhrung geachtet, und man pflegte die Marienverehrung, weswegen der Verein auch âMarienvereinâ genannt wurde. Zumeist traten die jungen Frauen dem Verein am Ende ihrer schulischen Ausbildung bei, die Mitgliedschaft endete wiederum beim Eintritt in den ehelichen Bund. Ăber das Jahr 1937 hinaus bestand, wie auch bei allen anderen kirchlichen Vereinen dieser Zeit, keine MĂśglichkeit der Existenz, da die Nationalsozialisten alle Vereine unter kirchlicher Leitung verboten.
Conder Gesangsvereine
⢠Das GrĂźndungsjahr des âMännergesangvereins Condâ wurde nicht Ăźberliefert. 1906 trat man unter der Leitung des Präsidenten und Dirigenten Nikolaus Schäfgen mit 15 Sängern bei einem Fest in Cochem auf. Der Verein existierte bis mindestens 1911, seine AuflĂśsung während des Ersten Weltkriegs gilt als sehr wahrscheinlich.
⢠1921 grĂźndete man den âMänner Gesang-Verein âEintrachtâ Condâ. Die RĂźckseite einer alten Vereinsfahne ziert der Wahlspruch des Vereins mit den Worten âRein im Sang, Treu im Wort, Fest in Eintracht immerfortâ. Die offizielle Fahnenweihe erfolgte im Jahre 1927, nach dem Zweiten Weltkrieg trat der Verein unter dem neuen Namen âMänner Gesang-Verein âMoselgruĂââ auf.
⢠In den 1960er Jahren, als die Sänger in Cond ohne Fßhrung geblieben waren, ßbernahm zeitweilig Fritz Jakobs die Dirigentschaft des Gesangsvereins der Conder Schoppensänger, der sich neu formiert hatte. Den Conder Kirchenchor Cäcilia, der später in die Singgemeinschaft Cond ßberging, gab es bereits vor dem Zweiten Weltkrieg, auch hier war es wieder Fritz Jakobs aus Cochem, der die Leitung des Chors ßbernahm.
Conder Spar- und Darlehnskassen-Verein
Der Verein hatte die Aufgabe, seinen Mitgliedern die Anlage von Geld oder eine Kreditnahme zu ermĂśglichen. Der Form nach handelte es sich um eine eingetragene Genossenschaft der eigene Scheckformulare besaĂ. Schecks konnten bei allen anderen, dem Deutschen Genossenschaftsring angeschlossenen Kassen, verrechnet werden. Der Verein der später in die Conder Raiffeisenkasse Ăźberging, bestand nachweislich seit mindestens 1911 und längstens bis zum Jahr 1961. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Filiale der Genossenschaft in Cond durch Jakob Goebel als dessen Leiter betreut.
Conder Winzerverein
Diesen Verein, der eine Winzergenossenschaft war, hatte man gegrĂźndet, um kleinere Winzerbetriebe in Cond, die nicht Ăźber eigene Kelterkapazitäten verfĂźgten, versorgen zu kĂśnnen. Zunächst wurde ein Keller im Hotel Rebstock angemietet, später zog man jedoch mit dem Vereinsgebäude in die RemaclusstraĂe um. Ein weiterer Vorteil der Genossenschaft war, dass diese Ăźber grĂśĂere Fässer und schon frĂźh Ăźber eine elektrisch betriebene Kelteranlage verfĂźgte. Der Verein ging in den 1960er Jahren in die neugegrĂźndete Gebietswinzergenossenschaft im benachbarten Moselort Ernst auf.
Spiel- und Sportverein âBrauselayâ Cond 1912
Das erste FuĂballspiel Deutschlands wurde 1874 von Konrad Koch, der Lehrer eines Gymnasiums war, eingefĂźhrt. Englische Kaufleute und Industrielle, die in Deutschland lebten und arbeiteten, machten das Spiel zunehmend im westlichen Rheinland populär. 1900 wurde der Deutsche FuĂball-Bund (DFB) gegrĂźndet, und Cond folgte bald dieser neuen Form von Mannschaftssportart und grĂźndete seinen ersten eigenen FuĂballverein im Jahre 1912.cite-ref-23[23] Um eine besondere Verbundenheit zur Gemeinde auszudrĂźcken, wählte man die âBrauselayâ als Ergänzung zum Vereinsnamen. Das Vereinsemblem ihrer Trikots zierte das KĂźrzel âSp. u. Sp. V. Brauselay Cond 1912â, die Vereinsfahne mit dem gleichen Emblem versehen, trug die Farben blau- oder rot-weiĂ. 1930 wurden der Turnverein âFrischaufâ Cond und der Sportverein âBrauselayâ Cond nach einer Mitgliederabstimmung zusammengefĂźhrt und der neue Name âTurn- und Sportverein 1912 Condâ gewählt, erste Vorsitzender wurde Anton Michels, Franz Raab wählte man als Spielwart. Später entstand daraus die Spielvereinigung 1912 Cochem e. V.
Freiwillige Feuerwehr
Die Grßndung der Freiwilligen Feuerwehr geht auf das Jahr 1911 zurßck, als man sich auf Einladung des Conder Johannes Hieronimi, zusammen mit dem Gemeinderat, dem Grßnder der Cochemer Feuerwehr Pedro Friedrichs und 30 Einwohnern von Cond traf, um sich ßber dieses Projekt zu beraten. Man wurde sich rasch einig, die Freiwillige Feuerwehr mit dem Leitspruch Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr fßr gegrßndet erklärt und der Winzer Peter Laux zum ersten Brandmeister bestellt. Ihrem ersten Einsatz kam die neu gegrßndete Feuerwehr bereits am 7. August 1911 im Nachbarort Valwig nach, der zweite Einsatz folgte am 4. November 1911 auf Cochemer Seite. Nach der Eingemeindung Conds mit der Stadt Cochem im Jahre 1932 wurde die Conder Feuerwehr als LÜschzug III in die Cochemer Feuerwehr integriert. Der gleiche LÜschzug war es auch, der am 1. November 1980 die erste Jugendfeuerwehr im Cochemer Stadtgebiet grßndete. Die Ausbildung der jungen Gruppe ßbernahm zunächst Eberhard Krammes, später Ulrich Franzen.
PersĂśnlichkeiten
⢠Carl Joseph Friedrichs (1831â1916), Buchdrucker, Autor und Goldgräber
⢠Jakob Anton Ziegler (1893â1944 im KZ Dachau), deutscher katholischer Theologe und Pfarrer
⢠Eucharius Balthasar (* um 1630; â nach 1677), Benediktiner und Abtvertreter in Villmar.
⢠Adalbert Heil (1907â1999), Katholischer Geistlicher
⢠Werner Franzen (1928â2014), KĂźnstler und Bildhauer
⢠Ernst Heimes (* 1956), Schriftsteller und Kabarettist
⢠Heinrich Jaeger (1816â1888), preuĂischer Verwaltungsbeamter und Landrat
⢠Johannes Fuchs (1874â1956), Oberpräsident der preuĂischen Rheinprovinz
Unglßcksfälle
⢠Am 25. Juli 1903 stĂźrzte der kleine Erich Zenz aus Cond in der Conder Brauselay beim Versuch ab, sein Schwesterchen zu retten, das abzurutschen drohte, und kam dabei zu Tode. Ein Gedenkstein â vom aufgelĂśsten Familiengrab der Familie Zenz â wurde in den 1990er Jahren in die Nähe des Aussichtspunktes auf dem Brauselayfelsen versetzt. Er trägt die Inschrift: âMein Schwesterchen stĂźrzt an der Brauselay. Ich kletterte zu HĂźlfe auf seinen Schrei. Mein Schwesterchen hatte ich ja so lieb, Es versagte ein Stein und tot ich bliebâ.
⢠Am 15. März 1983 kam es zu einem GroĂbrand im Hallenwellenbad, der durch einen defekten Heizofen im Saunabereich ausgelĂśst wurde. Verletzte gab es damals nicht, da die Sauna zu dem Zeitpunkt noch nicht geĂśffnet war.
⢠Am Samstag, den 21. März 1981 kam es in der Hindenburglay zu einer weiteren menschlichen TragÜdie, als sich Hans Gßnter Sebastiany auf den Weg machte, um in den Felsen der Lay nach Layensalat (einer Art LÜwenzahn) zu suchen. Die später alarmierte Polizei und die Feuerwehr des III. LÜschzuges aus Cond konnten den vermissten Mann wegen der einsetzenden Dunkelheit jedoch nicht mehr finden. Als man ihn am nächsten Tag fand, kam jede Hilfe zu spät. Heute erinnert ein kleines Eisenkreuz mit einer Tafel an den Verunglßckten, aufgestellt hatten es die Conder Feuerwehrkameraden im Jahre 1984.
Conder Familiengeschichten
Brixiadenstube
Im Jahre 1902 wurde der im Stadtteil Sehl wohnende Schriftsteller und Dichter Joseph von Lauff Zeuge eines Unfalls. Von seiner Villa Krain aus sah er, wie auf der gegenĂźberliegenden Moselseite ein kleiner Junge den Brauselayfelsen hinunterstĂźrzte. Bewegt von diesem UnglĂźck, besuchte er den in Cond wohnenden Vater des kleinen Erich, den Amtsgerichtsrat Peter Zenz, um ihm sein Beileid auszusprechen. Später, als die beiden sich angefreundet hatten, fĂźhrte Zenz den Dichter in die Stammtischrunde der âBrixianerâ des Gasthofs âZur Traubeâ in Cond ein. Das heute als âBrixiadeâ bekannte Hotel war am 3. September 1875 während der Conder Kirmes durch Johann Brixius erĂśffnet worden. Wegen seiner guten Kenntnisse der lateinischen Sprache wurde er âLateinischer Winzerâ genannt. Die weinseligen Treffen in der âBrixiadenstubeâ veranlassten Joseph von Lauff, der seinen Adelstitel 1913 von Kaiser Wilhelm II. erhalten hatte, zu seiner âBrixiaden-Trilogieâ. Die BĂźcher mit den Titeln Brixiade, Martinsgans und Sauhatz sind literarischer Widerhall dieser gemeinsamen Treffen, seine Gedanken teilt er wie folgt mit: Bibite hoc excellens vinum de vitibus Brixiiatque valete! Hier war es gut sein, hier fand ich das was ich brauchte, um die geplante Trilogie niederzulegen, die kĂśstlichsten Weine und Mitspieler. Gott zum GruĂe meine Herren!
Cunner Melschdebbe
Der Conder Spitzname und sein Ursprung lassen sich wie folgt erklären: Um 1900 zählte man im Dorf ca. 100 MilchkĂźhe. Butter und Milch fanden bei Stammkunden, meist in Cochem oder auf dem dortigen Markt problemlos ihre Abnehmer. Der Cochemer Kupferschmied Jean Pastor (1898â1976) war bekannt dafĂźr, dass er die besten Kannen fertigte: aus WeiĂblech, mit Deckel und in konischer Form mit extra breitem Boden fĂźr einen sicheren Stand bei der Ăberfahrt im Nachen. Ein Messingschild mit eingeprägtem Namen stellte sicher, dass sie wieder zu ihren Besitzern gelangten. Das Cunner Melschdebbe wurde zum Synonym fĂźr die Conder, so wie Cochemer Schmandelecker fĂźr die Cochemer, die vor dem Milchkauf, gerne und durchaus ohne um Erlaubnis zu bitten, einen Finger in die Milch gesteckt haben sollen, um die Dicke der Rahmschicht zu prĂźfen.
BĂźrgermeister
⢠Wilhelm GÜbel (jun.) (vor 1832)
⢠Michel GÜbel (vor 1851)
⢠Rink (ab 29. Juni 1851)
⢠Heucher (ab 28. August 1857)
⢠Theodor Heimes (ab 4. Juni 1862)
⢠Peter Boos (ab 30. Januar 1872)
⢠Thiel (ab 26. März 1888)
⢠Joseph GÜbel (I) (ab 14. Dezember 1893
⢠Karl-Josef Thiel (ab 1924)
⢠Peter Laux (ab 19. September 1924)
⢠Robert Michels (ab 24. Juni 1930)
â00(Von 1912 bis 1924 liegen keine Daten vor, seit 1932 ist Cond Stadtteil von Cochem).
Denkmäler und Gedenkkreuze in Cond
Siehe auch
Literatur
⢠Alfons Friderichs: Sagen, Legenden und Geschichten im Kreis Cochem-Zell. Cardamina Verlag 2016, ISBN 978-3-86424-363-9.
⢠Dorfgemeinschaft Pumpenfest e. V. (Hrsg.): Leben am Fluss â Cond an der Mosel in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag M. Heinz Bremm, Cochem-Cond 2010, ISBN 978-3-927839-38-0.
⢠Maurus MĂźnch: Unter 2579 Priestern in Dachau, Pfarrer Jakob Ziegler von Cochem-Cond. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1986, S. 74â75.
⢠Hermann Erschens: Das Hotel âBrixiadeâ. Cochem-Cond als literarischer Schauplatz. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1986, S. 180â184.
⢠Wolfgang Thiel: Tonrohr-Wasserleitung in Cochem-Cond. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1987, S. 107â108.
⢠Hermann Zilles sen.: Die Madonna in der Conder Brauselay. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1987, S. 227.
⢠Joachim Barden: Weinbergsbebauung zwischen Bruttig-Fankel und Cochem-Cond (Aus der Ernster Chronik). in: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1988, S. 107â108.
⢠Hermann Zilles sen.: Die Pfarrei St. Remaclus in Cond. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1988, S. 117â119.
⢠Theresia Zimmer: Gerichts- und Gemeindesiegel der Orte im Kreis (1). In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1989, S. 54â60.
⢠Hans-Peter Hock: Vorgeschichtlicher Fund aus Cochem (Doppelaxt). in: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1989, S. 142â144.
⢠Hermann Zilles sen.: Der undankbare Schiffer am Conder Brauselayfelsen. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1989, S. 159.
⢠Winfried Hansel, Wilhelm Basten: Orgeln in der Umgebung von Cochem. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1991, S. 77â82.
⢠Hermann Zilles: Der Tod in der Conder-Hindenburglay. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1993, S. 135.
⢠Heinz F. Friederichs: Aus der Jugendzeit des Johann Carl Friedrichs (falsche Schreibweise, Carl Joseph Friedrichs ist richtig) zu Cochem Cond. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1994, S. 254â255.
⢠Victor Brixius: Die letzten Kriegstage in Cond. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1995, S. 20â22.
⢠Gerd Ferdinand: Von Helden und Opfern â Denkmäler im Kreis als Zeugnisse des Zeitgeistes. (GekĂźrzte Facharbeit im Leistungskurs am Martin-von-Cochem-Gymnasium), S. 231â238, Schlageterdenkmal, S. 234â235. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1995.
⢠Christel Krämer: Das Gericht Cond (Stadt Cochem). In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1996, S. 115.
⢠Alfons Friderichs: Klosterbesitz der Abtei Laach im Kreis. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1996, S. 219â223.
⢠Werner Schumacher: Der groĂe Wald Kirst und Thirn auf den HĂśhen des Cochemer Krampens. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1998, S. 96â101.
⢠Joachim Barden: Eine Glocke diente der Nachbarschaftshilfe zwischen Cond und Ernst. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1998, S. 138 (ISSN 0939-6179).
⢠Reinhold Schommers: Bildende KĂźnstler im Kreis Cochem-Zell â Werner Franzen aus Cond. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1999, S. 40.
⢠Alfons Friderichs: Klosterbesitz der Abtei Brauweiler bei KÜln im Kreis Cochem-Zell. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1999, S. 50.
⢠Markus Friderichs: Zur Erinnerung an Dr. h. c. Hans Fuchs, Cochem-Cond, Reichsminister und Oberpräsident der Rheinprovinz. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 1999, S. 176â178.
⢠Josef Lauxen: Kirchliches Leben in Cochem-Cond vor 1945. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 2000, S. 169â170.
⢠Hans-Peter Hock: Die RĂśmervilla in der Conder Mark. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 2003, S. 147â148.
⢠Viktor Brixius: Panzer feuern direkt auf Cond. In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 2005, S. 48â50.
⢠Alfons Friderichs: Die ältesteten Weinbergschenkungen bis zum Jahr 1200 (Teil 2). In: Jahrbuch Kreis Cochem-Zell 2015, S. 85.
⢠Alfons Friderichs: Urkunden und Regesten, (Cochem)-Cond. Kliomedia, Trier 2010, ISBN 978-3-89890-125-3, S. 161â166.
⢠Ernst Wackenroder: Cochem-Cond. In: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Cochem, Dritter Band, Teil 1. Deutscher Kunstverlag, 1959, ISBN 3-422-00561-7, S. 224â230.
Weblinks
Commons
: Cond
â Sammlung von Bildern
⢠Der Stadtteil Cond auf der offiziellen Website der Stadt Cochem
⢠Offizielle Website der Verbandsgemeinde Cochem
⢠Conder Geschichte
⢠St. Remaclus in: StraĂe der Moderne
⢠Pfarrkirche St. Remaclus in Cond
⢠Dorfgemeinschaft Pumpenfest e. V. Cond an der Mosel
⢠Bunkeranlage der Bundesbank in Cochem steht unter Denkmalschutz. Ausweichsitz der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland, 4. September 2011.
⢠Bundesbankbunker in Cochem1 â 5 Milliarden D-Mark unter tausenden Tonnen Beton. Deutschlandfunk, 17. Juni 2018.
Einzelnachweise
cite-note-wappen-11. Wappen der Stadt Cochem bei Wikimedia Commons
cite-note-22. â Gefallenenlisten Cochem-Cond Erster Weltkrieg
cite-note-33. â Umbenennung von Kreis Cochem in Kreis Kochem
cite-note-44. â Gefallenenlisten Cochem-Cond Zweiter Weltkrieg
cite-note-55. â Verordnung Nr. 57 vom 30. August 1946, bezĂźglich der Schaffung eines rhein-pfälzischen Landes. In: Amtsblatt des franzĂśsischen Oberkommandos in Deutschland, Nr. 35 vom 20. August 1946, S. 291 f., Digitalisat der Deutschen Nationalbibliothek:urn:nbn:de:101:1-2013013021199
cite-note-66. â Spatenstich fĂźr neuen Drogeriemarkt in Cochem
cite-note-77. â Neue BrĂźcke: StraĂe teils holprig.
cite-note-88. â Während des Kalten Krieges lagerten in einem ehemaligen Geheimbunker der Deutschen Bundesbank 15 Milliarden D-Mark in einer bisher unbekannten Geheimwährung, abgerufen am 9. Dezember 2018
cite-note-99. â Der streng geheime Milliarden-Bunker
cite-note-1010. â Friedrich Leopold Woeste: WĂśrterbuch der westfälischen Mundart. Leipzig, 1882, S. 155 (online)
cite-note-1111. â Reinhard Pilkmann-Pohl: Plattdeutsches WĂśrterbuch des kurkĂślnischen Sauerlandes. Strobel-Verlag, Arnsberg 1988.
cite-note-1212. â Leie, Lei, f. fels, stein. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches WĂśrterbuch. Band 12: L, M â (VI). S. Hirzel, Leipzig 1885 (woerterbuchnetz.de).
cite-note-1313. â Archäologische Epochen
cite-note-1414. â Beilschäftung
cite-note-1515. â Streufunde
cite-note-1616. â Doppeläxte vom Typ Zabitz
cite-note-1717. â Copper alloy double ended shaft-hole axe
cite-note-1818. â Metalleinlegetechnik einiger Auvernierschwerter
cite-note-1919. â Stiftsmuseum Treis-Karden. Archiviert vom Original am 9. Januar 2018; abgerufen am 1. August 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.treis-karden-mosel.de
cite-note-2020. â Eiflia illustrata Band 3.1 S. 337
cite-note-2121. â Erwähnung Fulrads aus dem Jahr 912 in einem Dokument in lateinischer Sprache
cite-note-2222. â Eiflia illustrata Band 3.1 S. 337
cite-note-2323. â Spielervereinigung 1912 Cochem (Memento des Originals vom 4. März 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spvggcochem.de